| Julia, mit der ich die schönste Zeit meines Lebens verbracht habe, und die jetzt nicht mehr die Meine ist, sitzt auf der anderen Seite des Restaurants und hat mich noch nicht gesehen. Sie spricht mit ihrem neuen Verlobten. Sie beide reden seit einer Stunde und haben mich noch nicht gesehen, komisch… Ich habe Folgendes beschlossen: Ich werde sie jetzt anrufen. Aber ich habe Angst, dass sie mir das Herz brechen wird. Was soll ich tun? Habe ich eine echte Möglichkeit, ihre Liebe wiederzugewinnen? Vielleicht ist es ein Zeichen. Ein neues Leben wartet auf mich. Aber ich will kein neues Leben, ich will Julia, ich will die Zeit, die ich mit ihr zusammen verbracht habe: Julia: Come back to me! Schnell nehme ich das Handy und wähle die Nummer, nie gelöscht. Ich habe sie heute viermal angerufen, aber sie hat sich nicht am Telefon gemeldet; es hat nur ein Mann geantwortet, der „Hallo“ sagte, aber ich fragte nichts. Somit… Ich gebe es zu: Wenn sie immer noch in mich verliebt wäre, wäre sie wieder zu mir gekommen. Sie hat einen neuen Freund, sie sieht froh aus und da ich sie so sehr liebe, werde ich sie in Ruhe lassen. |
Freitag, 12. Dezember 2008
Julia - eine Ex-Liebe. Aus der Serie der Gefühle (Marco Di Giuseppe)
Im Wechselbad der Gefühle. Eine kleine Geschichte (Silvia Michienzi)
| Anna ist heute sehr glücklich. Baden entspannt sie und heute Morgen hat sie ein langes und warmes Bad genommen. Kaffee ist auch heilsam für sie; nach einer Tasse Kaffee fühlt sie sich voller Energie. Dadurch, dass sie jeden Tag viele Besorgungen machen muss, trinkt sie immer viel Kaffee und nach dem Kaffee zieht sie sich an und geht aus. Eigentlich würde sie am liebsten im Bett bleiben, aber die Pflicht ruft! Fleißig, so kann man sie bezeichnen. Gänsebraten ist das Lieblingsgericht von ihrer Schwester Helen, die heute Abend mit Anna essen wird, so muss sie vor allem eine Gans kaufen. Helen isst mit ihrer Schwester jeden Samstagabend und Anna kocht für sie. Ihr Stammmetzger liegt an der Ecke, so erledigt das Anna schnell. Jetzt musst sie die Wäsche, die sie zum Waschen und Bügeln in die Reinigung gebracht hat, abholen. Kleine Regentropfen beginnen zu fallen. Leider hat Anna keinen Regenschirm, weil sie ihn gestern im Bus vergessen hat. Manchmal vergisst Anna ihre Dinge und auch was sie machen soll; so stellt sie viele Listen auf, um sich an ihre Besorgungen zu erinnern. Natürlich hat Anna heute auch ihre Liste vergessen und sie ist sehr wütend auf sich selbst, sie hat so viel zu machen, dass sie nichts vergessen darf...sie würde gerne schreien, aber sie will es nicht auf der Strasse. „Ok... beruhige dich!“, sagt Anna zu sich selbst und denkt: „Ich gehe jetzt zur Reinigung und dann gehe ich nach Hause zurück, um meine Liste zu holen.“ Plötzlich klingelt Annas Handy, aber sie hat keine Zeit und keine Lust zu sprechen. Quälend klingelt das Handy weiter und Anna ist nicht mehr so locker und entspannt wie heute Morgen; sie ist sogar nervös und gestresst. Ratlos von diesen neuen Gefühlen überwältigt entscheidet sich Anna nach Hause zurückzugehen und das Abendessen mit Helen abzusagen. Schnell wie einen Blitz läuft sie nach Hause und kommt ganz außer Atem an. Trotzdem fühlt sich Anna schuldig wegen ihrer Schwester. Überanstrengend öffnet sie die Tür, sie liegt auf das Sofa und denkt nach, um das Problem des Abendessens mit Helen zu lösen. Mit dieser so verbesserten Lage kann sie besser denken. „Was tun?“ Zehn Minuten sind vergangen und Anna fällt in einen Tiefschlaf... Helen wird sehr, sehr wütend sein mit ihr! |
Angst. Aus der Serie der Gefühle (Silvia Michienzi)
| Heute muss ich die Deutschprüfung ablegen... Ich warte darauf, an die Reihe zu kommen. Ich bin müde, ich schlafe seit mindestens einer Woche nicht, um all die Bücher zu lernen. Ich habe Angst, weil ich, wenn ich müde bin, zerstreut bin und ich mich an nichts erinnern kann. Ich sitze vor der Tür des Professors, ich trommle mit den Fingern, ich lese und lese erneut meine Aufzeichnungen, aber es ist nutzlos, ich werde nur noch nervöser. Der Lehrer ruft mich und mir stehen die Haare zu Berge, ich erzittere... es ist wie ein Alptraum und ich bin so ein Angsthase, dass er mir wie ein Geist vorkommt. Ich will kreischen, aber ich kann nicht und ich falle in Ohnmacht. Ich werde die Prüfung im Januar ablegen! |
Mein Cousin (Silvia Michienzi)
| Mein Cousin fällt durch seine großen, tiefen Augen auf. Mein Cousin... mit grossen Augen, vollen Lippen, dichtem Haar, groß. Es ist schwer, ihn nicht zu sehen. Schlau, an seinen Augen kann man nicht erkennen, was er denkt. Mein Cousin: mit einer starken Personalität, überschäumend, vital. Selbständig, aber nie einsam, ernst, aber nicht schwerfällig. Er ist wie ein Regenbogen mit vielen Nuancen, aber halb weiss und halb schwarz ist er auch. Er lasst sich nie mit jemandem auf Kompromisse ein, er ist dickköpfig. Freund und Feind, er ist immer da, wenn du ihn brauchst. Mein Cousin ist fest wie ein Fels, aber er ist auch sensibel und versteht mich wie ein offenes Buch. Er kann in zwei Wörter beschrieben werden: Rätsel und Wiederspruch. |
Regen in Rom (Raluca Maniu)
| Rom ist eine unbeschreibliche Schoenheit, die einem den Atem raubt. Der Vaterlandsaltar, der spanische Platz, der Trevibrunnen, diese sind nur einige der Schoenheiten. Was geschieht nun in Rom, wenn es regnet? Die Schoenheit wandelt sich in Haesslichkeit, die Leute, die, bevor es zu regnen angefangen hatte, sehr freundlich waren, werden mit dem Regen unfreundlich und ruepelhaft. Der Regen fällt und die Regenschirme werden geöffnet. Die Leute geraten in Eile und die Autos fahren durch die Wasserpfuetzen und spritzen dadurch die Leute an, die zur Arbeit gehen. Der Regen hat einen Verkehrsstau ausgeloest: die Leuten schreien, sie gebrauchen Schimpfwoerter und sie werden sehr wuetend,weil sie zu spaet an ihren Arbeitsplaetzen ankommen/weil sie zu spät ihre Arbeitsplätze erreichen. Es gefaellt mir nicht, wenn es regnet, weil meine Laune sehr schlecht wird und meine glatten Haare so kraus werden wie ein Besenkraut. Kurzum: Ich liebe die Sonne und hasse den Regen. Auch den in Rom. |
Sebes. Eine Ortsbeschreibung (Raluca Maniu)
| Der Ort, der sehr wichtig fuer mich ist, ist Sebes. Sebes wird auch Muelbach genannt, weil er von Deutschen bewohnt wird. Sebes liegt in Rumaenien, im zentralen Transsilvanien. Es ist mein Geburtsort. Er ist fantastisch,weil er von vielen Völkern bewohnt ist. Es gibt Deutsche, Ungarn und Italiener. Es ist ein kleiner, aber sehr schoener Ort. Es gibt viele Geschaefte, ein Kino und eine Diskothek. Die schoenste Sache ist der Park. Der Park ist sehr gross mit vielen Spielen fuer Kinder. Es gibt zum Beispiel Schaukeln, Rutschen und Kicker. Im Park organisiert die Gemeinde jedes Jahr viele Ausstellungen und Konzerte. Es gibt auch viele Sitzbaenke, wo man jeden Sonntag viele verliebte junge Menschen sehen kann. Die Leute sind freundlich, zufrieden und sehr zuverlaessig. Sebes ist sehr ruhig und jedes Jahr kommen viele Auslaender, um seine Schoenheiten zu sehen. Es ist mein Ort und er gefaellt mir sehr. Ich hoffe, dass ich das naechste Jahr nach Rumaenien fahren kann, um meinen Lieblingsort wiederzusehen. |
Eine Hymne an eine fantastische Mutter (Raluca Maniu)
| Als Frau Vogt uns sagte, dass wir eine Person beschreiben sollten, dachte ich sofort an eine bestimmte Person: meine Mutter. Meine Mutter heisst Elena und sie ist 46 Jahre alt. Sie ist nicht sehr gross, hat schwarze Haare und graue Augen. Sie sagt immer, dass sie haesslich ist.Ich denke, dass sie keine Selbstachtung hat. Fuer mich gibt es nichts Schoeneres auf der Welt als meine Mutter. Ich habe über die äusseren Eigenschaften gesprochen und jetzt moechte ich über ihren Charakter sprechen: Sie hat einen sanftmuetigen Charakter; sie ist sehr schuechtern, herzlich und liebevoll. Sie spricht mit allen Leuten und sie hat viele Freunde. Ihre Hobbies sind Buecher lesen, viele Nachrichtensendungen ansehen und sie ist gern allein.Sie hasst Luegen und sie ist eine Person, mit der ich ueber alle Dinge sprechen kann. Sie ist meine beste Freundin! Ich achte und liebe sie sehr. |
Die Blaetter (Raluca Maniu)
| Die Blaetter sind der Lebenssaft Die Blaetter veraendern sich im Fruehling und im Herbst Die Blaetter stellen die Schoenheit der Baeume dar Die Blaetter sind gruen wie die Hoffnung Die Blaetter fallen von den Baeumen im Herbst Die Baeume sind dann kahl wie mein Herz ohne meine Liebe. |
Meine Großmutter. Eine Personenbeschreibung (Michela Lauretti)
| Maria ist ein wichtiger Name, weil er der Name der Gottesmutter ist, und es ist ein schöner Name, so schön, wie die Person, die diesen Namen trägt. Maria ist meine Groβmutter, sie ist 72 Jahre alt, aber ihre Sympathie und ihre Vitalität lassen sie noch sehr jung erscheinen. Sie hat groβe und dunkelblaue Augen, dunkel wie die Nacht. Ihre Nase ist klein und auf ihr ruht eine schöne und leichte Brille. Ihr Mund ist hübsch und immer lächelnd. Sie trägt die Haare kurz, sie sind grau und immer wohl geordnet! Sie hat wenige Falten in ihrem Gesicht und auch ihre Hände, die viele Dinge von ihr erzählen, sind relativ glatt, obwohl sie in ihrem Leben immer mit ihren Händen gearbeitet hat. Sie hat viele Probleme und schwierige Momente überwunden, aber sie hat auch viel Freudiges erlebt. Ihre Erfahrungen haben ihren Charakter geformt, aber im Kern ist er der gleiche geblieben. Sie ist warmherzig und verständnisvoll, fröhlich und nett. In jeder Situation hat sie immer ein liebes Wort oder einen guten Rat für mich. Meine Oma kann mir jeden Wunsch erfüllen und nur die Groβeltern können das machen! Ihre Güte ist unendlich! Sie ärgert sich selten, aber auch dann ist ihr Ärger nicht von langer Dauer! Sie ist sehr geduldig mit mir. Sie ist eine weise Frau und ihre Erzählungen haben mir viele Dinge gelehrnt. Sie ist sehr wichtig für mich, sie ist nicht nur eine Groβmutter, sondern auch eine Mutter, eine Freundin und eine Vertraute. Ich habe viel Glück gehabt, weil ich meine Oma kennen gelernt habe! |
Meine Großmutter. Eine Personenbeschreibung (Michela Lauretti)
| Maria ist ein wichtiger Name, weil er der Name der Gottesmutter ist, und es ist ein schöner Name, so schön, wie die Person, die diesen Namen trägt. Maria ist meine Groβmutter, sie ist 72 Jahre alt, aber ihre Sympathie und ihre Vitalität lassen sie noch sehr jung erscheinen. Sie hat groβe und dunkelblaue Augen, dunkel wie die Nacht. Ihre Nase ist klein und auf ihr ruht eine schöne und leichte Brille. Ihr Mund ist hübsch und immer lächelnd. Sie trägt die Haare kurz, sie sind grau und immer wohl geordnet! Sie hat wenige Falten in ihrem Gesicht und auch ihre Hände, die viele Dinge von ihr erzählen, sind relativ glatt, obwohl sie in ihrem Leben immer mit ihren Händen gearbeitet hat. Sie hat viele Probleme und schwierige Momente überwunden, aber sie hat auch viel Freudiges erlebt. Ihre Erfahrungen haben ihren Charakter geformt, aber im Kern ist er der gleiche geblieben. Sie ist warmherzig und verständnisvoll, fröhlich und nett. In jeder Situation hat sie immer ein liebes Wort oder einen guten Rat für mich. Meine Oma kann mir jeden Wunsch erfüllen und nur die Groβeltern können das machen! Ihre Güte ist unendlich! Sie ärgert sich selten, aber auch dann ist ihr Ärger nicht von langer Dauer! Sie ist sehr geduldig mit mir. Sie ist eine weise Frau und ihre Erzählungen haben mir viele Dinge gelehrnt. Sie ist sehr wichtig für mich, sie ist nicht nur eine Groβmutter, sondern auch eine Mutter, eine Freundin und eine Vertraute. Ich habe viel Glück gehabt, weil ich meine Oma kennen gelernt habe! |
Mein Bruder (Maria Letizia Fanello)
| Mein Bruder ist ein schöner, vierzehnjähriger Junge; er heiβt Paolo und er ist der jüngste in der Familie. Trotz seines jungen Alters ist er sehr groβ; er hat einen kräftigen Körperbau, weil er Rugby spielt und er viel Training trainieren muss. Er trägt immer sportliche Kleidungen und Sportschuhe. Paolo hat eines ovales Gesicht, volle Lippen, braune Haare und zwei riesige, braune Augen. Sein Gesicht vermittelt Sympathie, er ist stets freundlich und fröhlich; er sagt immer, was er denkt und er ist ein ehrlicher Junge, allen gegenüber. Ich bin sehr stolz auf meinen Bruder. Er ist der Liebste meiner Männer! |
Kurznachrichten (Maria Fossi)
| (I-Weltspiegel) Neue Ausschreitungen in der Vesuvstadt - Die gesundheitsgefährdenden Zustände in Neapel haben heute zu neuen Ausschreitungen gegen den Bürgermeister und das Rathaus geführt. 500 Personen, vor allem Eltern, Lehrer und Studenten haben 8 Stunden lang vor dem Rathaus gesessen. Als die Polizei versucht hat, sie zu entfernen, leisteten einige Widerstand. In dem Zusammenstoβ sind 5 Personen verletzt worden. (II-Boulevard) Neue Rauferei zwischen Hollywood Movie-Stars – Der bekannte Hollywood Star Paris Hilton ist noch einmal angezeigt worden, weil sie ihre Kollegin, die amerikanische Sängerin Amy Winehouse verprügelt hat. Beide waren auf einer Party und hatten eine Meinungsverschiedenheit, die in einer Schlägerei endete. Grund der Schlägerei sei eine Behauptung von Winehouse gewesen, die ihre Kollegin als abtrünnig und amoralisch bezeichnet habe. Es sei nicht das erste Mal gewesen, dass Hilton von Winehouse provoziert worden sei, sagten ihre Freunde, aber diesmal habe sie die Kontrolle über sich verloren. |
Drei Zimmer, Sonne, Bad - Eine Zusammenfassung (Maria Fossi)
| Die Autorin des Zeitungsartikels beschreibt die Immobilie der Woche, eine Dachwohnung, die in der Altstadt Roms für 900.000 Euro zum Verkauf steht. Ziele des Artikels sind, eine Dachwohnung zu beschreiben, die auf dem Markt steht und darüber hinaus über die Wohnungssituation in Rom zu berichten. Der Altbau befindet sich im letzten Stock eines vierstöckigen Hauses aus dem 18. Jahrhundert in Via delle Muratte 13, nahe der Fontana di Trevi. Er ist 100 Quadratmeter groß und besteht aus einem Wohnzimmer mit Kamin, mit einem Fenster, das den Blick auf die Strasse frei gibt und auch mit einem kleinen Balkon, den man gemeinsam mit dem Bewohner der anliegenden Dachwohnung benutzt. Eine kleine Küche liegt direkt gegenüber des Quirinalspalasts; zwei Schlafzimmer (eines mit einer kleinen Terrasse) und ein Badezimmer stehen dem Mieter zudem zur Verfügung. Die Wohnung hat Parkettboden und Fenster mit einem Kastanienholzrahmen: Daraus kann man eine wunderschöne Aussicht genießen, die die Fontana di Trevi, den Quirinalspalast und die mit Blumen verzierten Dachterrassen der Nachbarschaft umfasst. Da die Wohnung in der Altstadt liegt und vor allem wegen der absurden erhöhten Preise des römischen Immobilienmarkts, ist zum Kauf viel Gel nötig. |
Ein Forschungsprojekt im Bereich englischsprachiger Migrationsliteratur (Maria Fossi)
| Ein Werk der Weltliteratur und seine kulturspezifische Textauslegung: Die Rezeption des Romans The Great Gatsby von Francis Scott Fitzgerald als Schlüssel zur Interpretation der iranischen politischen Situation, durch den Roman Reading Lolita in Teheran von Azar Nafisi. Der vorliegende Forschungsplan beschreibt das Projekt zur Untersuchung einer neuen Interpretation eines literarischen Textes. Meine deskriptive Analyse dreht sich um die neue Auslegung eines bekannten Werk der amerikanischen Literatur, nämlich The Great Gatsby von Francis Scott Fitzgerald, die im Roman Reading Lolita in Teheran von Azar Nafisi aufgeworfen wird. Nach die Lesung den Roman The Great Gatsby von Frau Nafisi und ihren Studenten in der iranischen Universität von Teheran, einen Vergleich mit der nationalen politischen Situation stellt sich, der eine kulturspezifische Sichtweise des Romans und folglich seine neue Auslegung hervorbringt. Die endgültige Interpretation des Romans, die The Great Gatsby als Metapher des zerstörten Traumes beurteilt, gewinnt eine konnotative Bedeutung für die iranischen Studenten die genauso wie Gatsby an einen Traum geglaubt hatten - d.h. die Möglichkeit eines islamischen Aufstand auszuführen- und erleben jetzt das Erwachen vom Traum. Meiner Forschung wird also zeigen, wie eine neue literarische Interpretation entsteht, die sich auf eine kulturspezifische Weltanschauung gründet und warum sie ebenso treffend und völlig annehmbar ist, als die traditionelle Aussicht. Das Forschungsprojekt ist in vier Teile gegliedert: I. Gatsby Ich analysiere den Fitzgeralds Roman The Great Gatsby, mit bestimmter Aufmerksamkeit auf die traditionelle Textkritik von der amerikanischen Schule - insbesondere Matthew Bruccoli- aufgeworfen: The Roaring Years; Zeitanalyse; Gestaltanalyse; Das Problem der Sittlichkeit. II. Gatsby in Teheran Ich diskutiere der Problematiken, die sich von der Umsetzung des Romans in einer „nicht-westlichen“ Kultur ergeben. III. Lolita Ich bespreche ausführlich die Darlegung des Einführens vom Roman in einer neuen Kultur, präsentiere und erkläre die Elemente des iranischen geschichtlichen, politischen und sozialen Kontexts, die ihren Einfluss über die Lesung des Romans ausüben. Schließlich erkläre Ich die neu-entwickelten Aussichten. IV. Lolita liest Gatsby Im letzten Teil meines Forschungsprojekts präsentiere ich der neuen Auslegung des Romans und ausführe eine Analyse der Auslegung in ihren grundlegenden Teile: Die Poetik des Traumes; Das Tod des Traumes; Das Erwachen vom Traum. Mit bestimmter Aufmerksamkeit analysiere ich die Erzählungsmethode der Auslesung „Show don't tell“. Beim folgenden Forschungsprojekt will ich auβerdem die ganz wesentliche Rolle der Migrationsliteratur unterstreichen und ihre weitere Entwicklung fördern. |
Mein Lieblingsort (Maria Fossi)
| Seitdem ich in Rom studiere, habe ich keine Zeit mehr für mich: Ich bin immer außer Haus und mache alles in Eile, ohne einen Moment zu finden, um anzuhalten und nachzudenken. Aber auf dem Bus, der mich einmal im Monat nach Hause bringt, habe ich meinen Lieblingsort: einen Platz, wo ich endlich ausruhen kann, neue Kräfte tanke und wieder fit werde. Ich setze mich immer auf den gleichen Platz vorne links, neben dem großen Fenster. Ich stecke meine Kopfhörer ins Ohr und wähle die Musik, die mich durch die ganze Reise begleiten wird. Mit meiner Musik im Hintergrund, bewundere ich die Landschaft und genieße die Aussicht aus dem Fenster: Die Dinge wirken, als ob sie in dem Moment festgehalten wären und diese Bilder strömen langsam an mir vorbei. Überraschend ist es, dass die gleichen Dinge mir immer anders erscheinen, weil ich sie jedes Mal von einer neuen, unterschiedlichen Perspektive aus betrachte und etwas Neues entdecke; ein Detail, das ich davor noch nicht gesehen hatte. Ich erinnere mich, dass mir auch meine Probleme und Sorgen nicht so unüberwindbar scheinen, wie zuvor. Ich kann sie sicher von einer neuen Perspektive anschauen und vielleicht mit ein bisschen Nachdenken und Überlegung lösen. Ja, ich brauche meine Bedenkzeit und auf dem Bus finde ich sie endlich: Aus der Tasche ziehe ich mein kleines Tagebuch, das ich immer mitnehme, und ich schreibe alles, was mir einfällt, auf, so dass ich es mir merken kann. Oft bin ich damit so beschäftigt, dass die Zeit schnell vergeht und bevor ich zu schreiben aufgehört habe, sehe ich in der Ferne ein Verkehrsschild, das mich darauf hinweist, dass ich fast zu Hause bin. Ich stecke das Tagebuch wieder in die Tasche, dann nehme die Kopfhörer ab, ziehe den Mantel und bereite mich vor, um aus den Bus zu steigen. Wenn der Bus am Ende der Allee hält, steige ich aus, nehme meinen Koffer aus dem Kofferraum und gehe nach Hause. Jetzt fühle ich mich wieder total wohl, fit und friedvoll. |
Transplantationschirurgie und Robottechnik. Ein Forschungsplan (Maria Fossi)
| Die Verbindung zwischen dem Bereich der technologischen Entwicklung der Maschine und ihre Anwendungsmöglichkeiten auf chirurgische Eingriffe von beträchtlichem Schwierigkeitsgrad Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Erforschung der Vor- und Nachteile der Anwendung fortschrittlicher Automaten im Bereich der Transplantations-, der Unfall- und der Mikrochirurgie. Die Forschungsarbeit will zunächst detailliert die technischen Neuerungen im Bereich der Robottechnik aufzeigen. Danach wird gezeigt, welche neuesten Robotermodelle in der Forschung angewendet werden, wie sie funktionieren – die Benutzung der Elektronenmaschine – und welche Modelle heute auf dem Markt sind. Es wird im Grunde aufgezeigt, welche Vorteile es gibt, die diese Maschinen bringen können, wenn sie in der Organsubstitution oder Transplantation kleiner oder rissiger innerer Organe benutzt werden. |
Damian. Eine Personenbeschreibung (Maria Fossi)
| Ich schaue sie an, während sie sich durch das Zimmer bewegt: Sie rückt den Stuhl in eine Ecke, dann legt sie einige Bonbons in die Schale auf dem kleinen Tisch, und sammelt die darüber verstreut liegenden Servietten in ihren kleinen, knöchrigen Händen und wirft sie in den Papierkorb. Sie macht keinen Lärm, während sie diese Dinge erledigt: Ihr Schritt ist wie ein Tanz, leicht und anmutig und auch die Kinder sind davon fasziniert: sie schauen sie still an. Sie dreht sich um und sieht mich: Sie grüßt mich mit einem sanften, aber hastigen Lächeln, denn sie ist völlig von den Kindern eingenommen. Damian ist alt, zierlich; sie ist klein und dünn, aber noch gut in Form. Ihre Haut ist hell und glatt, und das Rot ihres Haares sticht aus dem Weiß hervor. Das Gesicht, das Mündchen und die Nase sind klein und schmal, aber die großen, lebhaften Augen ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Die blauen Augen haben mit der Zeit verblasst und sind jetzt hellgrau geworden, aber sie haben ihre Lebendigkeit nicht verloren. Wenn Damian sanft lächelt, werden sie sehr schmal und sind von den buschigen Augenbrauen versteckt, so dass man sie mit knapper Not sehen kann. Sie hat das Zimmer in Ordnung gebracht: jetzt ruft sie die Kinder. Sie spricht mit leiser aber deutlicher Stimme und die Kinder freuen sich über ihre besondere englische Betonung. Sie lacht mit. Es ist Zeit für Märchen. Sie nimmt ein großes Buch vom Regal, dann setzt sich auf den Stuhl und beginnt zu lesen. |
Regen in Rom (Maria Fossi)
| Um sieben Uhr morgens mache ich die Tür auf. Der starke Lärm der hupenden Autofahrer weckt meine Aufmerksamkeit auf; ich bleibe stehen und höre wie verzaubert zu. Dann tropft ein kleiner Regentropfen auf meine Nase und ich kehre in die Realität. Schlangen von Autos und Bussen fließen langsam auf der Straβe und viele bunte Pünktchen bewegen sich schnell und hektisch zwischen ihnen. Die Regenschirmverkäufer tauchen plötzlich auf hin und her und belästigen die Leute, die keinen Regenschirm haben. Ich überquere die Straβe und warte an der Haltestelle auf die Straßenbahn. Es gibt viele gereizten Leute, die ungeduldig auf die Uhr schauen; nur ein Kind freut sich über den Regen: es hat seine Zunge heraus und sammelt die Regentropfen, die darauf fallen. Seine Mutter spricht geärgert am Handy und sieht es nicht. Das Kind wendet sich nach mir und lächelt mich an. „Es schmeckt gut und salzig“ –sagt es mir- „Trink du auch!“ Eine alte Frau lacht und die Mutter dreht sich um und schreit: „Mach nicht so dumme Sachen, Marco!“ sie packt ihn am Arm und zieht ihn unter das Vordach. Die Straßenbahn ist inzwischen angekommen und die Leute drängeln und schieben, um einzusteigen. Die Frau schiebt sich vorwärts und zieht ihren Sohn an der Hand hinterher. Er schreit „Du tust mir weh!“ und beginnt, zu weinen. Die Tränen, die ihm über die Wangen laufen, mischen sich mit den herunterfallenden Regentropfen. |
Ein Streitgespräch im ABC (Maria Fossi)
| o Albert! Komm sofort hierher! o Bist du damit zufrieden, ja? o Chaos! Was ist denn passiert? o Du hast den Braten verbrennen lassen! Meinen Braten! o Entschuldigung, Liebling…ich weiß nicht, wie es… o F rau Müller wird bald hier sein. Was essen wir denn? o Glaub mir, es kann nicht so schwer sein… o Ha, du nimmst keine Rücksicht auf mich! o Ich? Wie? o Ja, genau! Du verdirbst alles, was ich mache. o Klar, ich bin schuld daran… o Logisch! Wer sonst? o Mein Gott, du! Müssest du wirklich zum Frisör? o Nie! Du kannst es nicht ernst meinen. o Ohne Zweifel! Wärest du nicht gegangen, hätten wir noch den Braten. o Perfekt, ja! Aber ich bin kein Sklave! Ich kann alles nicht machen! o Quatsch mit Soße! o Respekt für mich, du hast keinen. o Spiel nicht das Opfer! o Tut mir Leid, aber ich kann es nicht bewältigen…Ach mir wird schlecht! o Und? Sollte ich Frau Müller anrufen und unseren Termin streichen? o Vielleicht, ja, es könnte eine gute Idee sein… o Weißt du, ich bin darüber im Zweifeln, dass du den Plan ausgeheckt hattest. o Zweifellos ist es, dass du mich verrückt machst… |
Michaels perfekte Lösung. Eine 9-Wörter-Geschichte (Maria Fossi)
| [9 Wörter: Zeit– Musik – kontaktfreudig – bunte Socken – Internet – Brief – reisen – verfolgen – schlafen] Michael ist allein zu Hause. Heute arbeitet er nicht und nimmt er für ihn Zeit. Er hat lange schlafen können und hört gerade gute Musik. Jemand klopft an die Tür. Michael schließt auf: Es ist die junge, schöne Nachbarin. Michael trägt jetzt nur kurze Hose und gestreiften bunten Socken; seine Nachbarin lacht und er bekommt einen roten Kopf. Sie gibt ihm einen Brief, der gestern angekommen war, als er nicht zu Hause war. Michael öffnet den Brief; er hat eine drei – Tage Reise nach Paris gewonnen – eigentlich hatte er an einen Internet–Wettbewerb teilgenommen. Der Abreisetermin ist am Freitag, aber am gleichen Tag gibt es auch eine große Party: Michael ist nie kontaktfreudig gewesen, aber seine Nachbarin will dort hingehen und hat ihn auch eingeladen. Michael ist jetzt am Zweifeln: soll er die Reise wählen oder seinen Liebestraum verfolgen? Er fällt seinen Entschluss: Er tauscht die Reise nach Paris mit einer billigeren nach Wien ein und lädt seine Nachbarin ein, mit ihm zu fahren. |