| (I-Weltspiegel) Neue Ausschreitungen in der Vesuvstadt - Die gesundheitsgefährdenden Zustände in Neapel haben heute zu neuen Ausschreitungen gegen den Bürgermeister und das Rathaus geführt. 500 Personen, vor allem Eltern, Lehrer und Studenten haben 8 Stunden lang vor dem Rathaus gesessen. Als die Polizei versucht hat, sie zu entfernen, leisteten einige Widerstand. In dem Zusammenstoβ sind 5 Personen verletzt worden. (II-Boulevard) Neue Rauferei zwischen Hollywood Movie-Stars – Der bekannte Hollywood Star Paris Hilton ist noch einmal angezeigt worden, weil sie ihre Kollegin, die amerikanische Sängerin Amy Winehouse verprügelt hat. Beide waren auf einer Party und hatten eine Meinungsverschiedenheit, die in einer Schlägerei endete. Grund der Schlägerei sei eine Behauptung von Winehouse gewesen, die ihre Kollegin als abtrünnig und amoralisch bezeichnet habe. Es sei nicht das erste Mal gewesen, dass Hilton von Winehouse provoziert worden sei, sagten ihre Freunde, aber diesmal habe sie die Kontrolle über sich verloren. |
Freitag, 12. Dezember 2008
Kurznachrichten (Maria Fossi)
Drei Zimmer, Sonne, Bad - Eine Zusammenfassung (Maria Fossi)
| Die Autorin des Zeitungsartikels beschreibt die Immobilie der Woche, eine Dachwohnung, die in der Altstadt Roms für 900.000 Euro zum Verkauf steht. Ziele des Artikels sind, eine Dachwohnung zu beschreiben, die auf dem Markt steht und darüber hinaus über die Wohnungssituation in Rom zu berichten. Der Altbau befindet sich im letzten Stock eines vierstöckigen Hauses aus dem 18. Jahrhundert in Via delle Muratte 13, nahe der Fontana di Trevi. Er ist 100 Quadratmeter groß und besteht aus einem Wohnzimmer mit Kamin, mit einem Fenster, das den Blick auf die Strasse frei gibt und auch mit einem kleinen Balkon, den man gemeinsam mit dem Bewohner der anliegenden Dachwohnung benutzt. Eine kleine Küche liegt direkt gegenüber des Quirinalspalasts; zwei Schlafzimmer (eines mit einer kleinen Terrasse) und ein Badezimmer stehen dem Mieter zudem zur Verfügung. Die Wohnung hat Parkettboden und Fenster mit einem Kastanienholzrahmen: Daraus kann man eine wunderschöne Aussicht genießen, die die Fontana di Trevi, den Quirinalspalast und die mit Blumen verzierten Dachterrassen der Nachbarschaft umfasst. Da die Wohnung in der Altstadt liegt und vor allem wegen der absurden erhöhten Preise des römischen Immobilienmarkts, ist zum Kauf viel Gel nötig. |
Ein Forschungsprojekt im Bereich englischsprachiger Migrationsliteratur (Maria Fossi)
| Ein Werk der Weltliteratur und seine kulturspezifische Textauslegung: Die Rezeption des Romans The Great Gatsby von Francis Scott Fitzgerald als Schlüssel zur Interpretation der iranischen politischen Situation, durch den Roman Reading Lolita in Teheran von Azar Nafisi. Der vorliegende Forschungsplan beschreibt das Projekt zur Untersuchung einer neuen Interpretation eines literarischen Textes. Meine deskriptive Analyse dreht sich um die neue Auslegung eines bekannten Werk der amerikanischen Literatur, nämlich The Great Gatsby von Francis Scott Fitzgerald, die im Roman Reading Lolita in Teheran von Azar Nafisi aufgeworfen wird. Nach die Lesung den Roman The Great Gatsby von Frau Nafisi und ihren Studenten in der iranischen Universität von Teheran, einen Vergleich mit der nationalen politischen Situation stellt sich, der eine kulturspezifische Sichtweise des Romans und folglich seine neue Auslegung hervorbringt. Die endgültige Interpretation des Romans, die The Great Gatsby als Metapher des zerstörten Traumes beurteilt, gewinnt eine konnotative Bedeutung für die iranischen Studenten die genauso wie Gatsby an einen Traum geglaubt hatten - d.h. die Möglichkeit eines islamischen Aufstand auszuführen- und erleben jetzt das Erwachen vom Traum. Meiner Forschung wird also zeigen, wie eine neue literarische Interpretation entsteht, die sich auf eine kulturspezifische Weltanschauung gründet und warum sie ebenso treffend und völlig annehmbar ist, als die traditionelle Aussicht. Das Forschungsprojekt ist in vier Teile gegliedert: I. Gatsby Ich analysiere den Fitzgeralds Roman The Great Gatsby, mit bestimmter Aufmerksamkeit auf die traditionelle Textkritik von der amerikanischen Schule - insbesondere Matthew Bruccoli- aufgeworfen: The Roaring Years; Zeitanalyse; Gestaltanalyse; Das Problem der Sittlichkeit. II. Gatsby in Teheran Ich diskutiere der Problematiken, die sich von der Umsetzung des Romans in einer „nicht-westlichen“ Kultur ergeben. III. Lolita Ich bespreche ausführlich die Darlegung des Einführens vom Roman in einer neuen Kultur, präsentiere und erkläre die Elemente des iranischen geschichtlichen, politischen und sozialen Kontexts, die ihren Einfluss über die Lesung des Romans ausüben. Schließlich erkläre Ich die neu-entwickelten Aussichten. IV. Lolita liest Gatsby Im letzten Teil meines Forschungsprojekts präsentiere ich der neuen Auslegung des Romans und ausführe eine Analyse der Auslegung in ihren grundlegenden Teile: Die Poetik des Traumes; Das Tod des Traumes; Das Erwachen vom Traum. Mit bestimmter Aufmerksamkeit analysiere ich die Erzählungsmethode der Auslesung „Show don't tell“. Beim folgenden Forschungsprojekt will ich auβerdem die ganz wesentliche Rolle der Migrationsliteratur unterstreichen und ihre weitere Entwicklung fördern. |
Mein Lieblingsort (Maria Fossi)
| Seitdem ich in Rom studiere, habe ich keine Zeit mehr für mich: Ich bin immer außer Haus und mache alles in Eile, ohne einen Moment zu finden, um anzuhalten und nachzudenken. Aber auf dem Bus, der mich einmal im Monat nach Hause bringt, habe ich meinen Lieblingsort: einen Platz, wo ich endlich ausruhen kann, neue Kräfte tanke und wieder fit werde. Ich setze mich immer auf den gleichen Platz vorne links, neben dem großen Fenster. Ich stecke meine Kopfhörer ins Ohr und wähle die Musik, die mich durch die ganze Reise begleiten wird. Mit meiner Musik im Hintergrund, bewundere ich die Landschaft und genieße die Aussicht aus dem Fenster: Die Dinge wirken, als ob sie in dem Moment festgehalten wären und diese Bilder strömen langsam an mir vorbei. Überraschend ist es, dass die gleichen Dinge mir immer anders erscheinen, weil ich sie jedes Mal von einer neuen, unterschiedlichen Perspektive aus betrachte und etwas Neues entdecke; ein Detail, das ich davor noch nicht gesehen hatte. Ich erinnere mich, dass mir auch meine Probleme und Sorgen nicht so unüberwindbar scheinen, wie zuvor. Ich kann sie sicher von einer neuen Perspektive anschauen und vielleicht mit ein bisschen Nachdenken und Überlegung lösen. Ja, ich brauche meine Bedenkzeit und auf dem Bus finde ich sie endlich: Aus der Tasche ziehe ich mein kleines Tagebuch, das ich immer mitnehme, und ich schreibe alles, was mir einfällt, auf, so dass ich es mir merken kann. Oft bin ich damit so beschäftigt, dass die Zeit schnell vergeht und bevor ich zu schreiben aufgehört habe, sehe ich in der Ferne ein Verkehrsschild, das mich darauf hinweist, dass ich fast zu Hause bin. Ich stecke das Tagebuch wieder in die Tasche, dann nehme die Kopfhörer ab, ziehe den Mantel und bereite mich vor, um aus den Bus zu steigen. Wenn der Bus am Ende der Allee hält, steige ich aus, nehme meinen Koffer aus dem Kofferraum und gehe nach Hause. Jetzt fühle ich mich wieder total wohl, fit und friedvoll. |
Transplantationschirurgie und Robottechnik. Ein Forschungsplan (Maria Fossi)
| Die Verbindung zwischen dem Bereich der technologischen Entwicklung der Maschine und ihre Anwendungsmöglichkeiten auf chirurgische Eingriffe von beträchtlichem Schwierigkeitsgrad Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Erforschung der Vor- und Nachteile der Anwendung fortschrittlicher Automaten im Bereich der Transplantations-, der Unfall- und der Mikrochirurgie. Die Forschungsarbeit will zunächst detailliert die technischen Neuerungen im Bereich der Robottechnik aufzeigen. Danach wird gezeigt, welche neuesten Robotermodelle in der Forschung angewendet werden, wie sie funktionieren – die Benutzung der Elektronenmaschine – und welche Modelle heute auf dem Markt sind. Es wird im Grunde aufgezeigt, welche Vorteile es gibt, die diese Maschinen bringen können, wenn sie in der Organsubstitution oder Transplantation kleiner oder rissiger innerer Organe benutzt werden. |
Damian. Eine Personenbeschreibung (Maria Fossi)
| Ich schaue sie an, während sie sich durch das Zimmer bewegt: Sie rückt den Stuhl in eine Ecke, dann legt sie einige Bonbons in die Schale auf dem kleinen Tisch, und sammelt die darüber verstreut liegenden Servietten in ihren kleinen, knöchrigen Händen und wirft sie in den Papierkorb. Sie macht keinen Lärm, während sie diese Dinge erledigt: Ihr Schritt ist wie ein Tanz, leicht und anmutig und auch die Kinder sind davon fasziniert: sie schauen sie still an. Sie dreht sich um und sieht mich: Sie grüßt mich mit einem sanften, aber hastigen Lächeln, denn sie ist völlig von den Kindern eingenommen. Damian ist alt, zierlich; sie ist klein und dünn, aber noch gut in Form. Ihre Haut ist hell und glatt, und das Rot ihres Haares sticht aus dem Weiß hervor. Das Gesicht, das Mündchen und die Nase sind klein und schmal, aber die großen, lebhaften Augen ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Die blauen Augen haben mit der Zeit verblasst und sind jetzt hellgrau geworden, aber sie haben ihre Lebendigkeit nicht verloren. Wenn Damian sanft lächelt, werden sie sehr schmal und sind von den buschigen Augenbrauen versteckt, so dass man sie mit knapper Not sehen kann. Sie hat das Zimmer in Ordnung gebracht: jetzt ruft sie die Kinder. Sie spricht mit leiser aber deutlicher Stimme und die Kinder freuen sich über ihre besondere englische Betonung. Sie lacht mit. Es ist Zeit für Märchen. Sie nimmt ein großes Buch vom Regal, dann setzt sich auf den Stuhl und beginnt zu lesen. |
Regen in Rom (Maria Fossi)
| Um sieben Uhr morgens mache ich die Tür auf. Der starke Lärm der hupenden Autofahrer weckt meine Aufmerksamkeit auf; ich bleibe stehen und höre wie verzaubert zu. Dann tropft ein kleiner Regentropfen auf meine Nase und ich kehre in die Realität. Schlangen von Autos und Bussen fließen langsam auf der Straβe und viele bunte Pünktchen bewegen sich schnell und hektisch zwischen ihnen. Die Regenschirmverkäufer tauchen plötzlich auf hin und her und belästigen die Leute, die keinen Regenschirm haben. Ich überquere die Straβe und warte an der Haltestelle auf die Straßenbahn. Es gibt viele gereizten Leute, die ungeduldig auf die Uhr schauen; nur ein Kind freut sich über den Regen: es hat seine Zunge heraus und sammelt die Regentropfen, die darauf fallen. Seine Mutter spricht geärgert am Handy und sieht es nicht. Das Kind wendet sich nach mir und lächelt mich an. „Es schmeckt gut und salzig“ –sagt es mir- „Trink du auch!“ Eine alte Frau lacht und die Mutter dreht sich um und schreit: „Mach nicht so dumme Sachen, Marco!“ sie packt ihn am Arm und zieht ihn unter das Vordach. Die Straßenbahn ist inzwischen angekommen und die Leute drängeln und schieben, um einzusteigen. Die Frau schiebt sich vorwärts und zieht ihren Sohn an der Hand hinterher. Er schreit „Du tust mir weh!“ und beginnt, zu weinen. Die Tränen, die ihm über die Wangen laufen, mischen sich mit den herunterfallenden Regentropfen. |